AK Bildende Kunst

Malschule Lein:

Anmeldungen, Anfragen usw.  für die Malschule bitte direkt an den Leiter der Malschule, Herrn Roland Lein: 09283/7413



Malschule Schmidt:

Zeichen- und Malkurse für Kinder und Erwachsene, für Anfänger und Fortgeschrittene jeden Montag von 18 bis 20 Uhr

bei Peter Schmidt, An der Heide 7, 95126 Schwarzenbach/S.

01755402932 oder Schmidtspeter7@web.de


 


Künstlerstammtisch


Kleine Galerie im Alten Rathaus


Fr 16:00-18:00 Uhr

So 14:00-16:00 Uhr



Das Leben ist eine Reise“ – Gedenkausstellung für Marianne
Hofmann-Spatz in der kleinen Galerie des Kulturvereins
Schwarzenbach an der Saale

Mit der Ausstellung „Das Leben ist eine Reise“ widmet der Kulturverein
Schwarzenbach an der Saale der Künstlerin Marianne Hofmann-Spatz eine
besondere Präsentation, die zugleich Rückblick, Würdigung und stilles
Gedenken ist.
Die Vernissage am 23. Januar war überraschend gut besucht. Galerieleiterin
Gisela Groß gab eine würdigende Einführung in Werk und Ausstellung. Noch bis
zum 8. März 2026 werden in der „Kleinen Galerie“ ausgewählte Werke der
Künstlerin gezeigt, die im Dezember des vergangenen Jahres verstorben ist. Die
Ausstellung findet bewusst dennoch statt und gewinnt gerade durch diesen
Umstand eine tiefere, berührende Dimension.
Marianne Hofmann-Spatz wurde in Schwarzenbach an der Saale geboren und ist
hier aufgewachsen, später zog sie nach Konradsreuth, blieb dem
Künstlerstädtchen Schwarzenbach aber immer verbunden. Die Ausstellung an
ihrem Heimatort erhält dadurch eine besondere Bedeutung. Viele
Besucherinnen und Besucher werden die Künstlerin persönlich gekannt haben
oder zumindest mit ihrem Namen und ihrem Schaffen vertraut sein. Mit der
Gedenkausstellung kehren ihre Werke symbolisch an den Ort zurück, an dem ihr
künstlerisches Schaffen und ihre Verbundenheit zur Heimat ihren Anfang
nahmen.
Der Titel der Ausstellung, den Marianne Hofmann-Spatz selbst gewählt hat,
erscheint im Nachhinein fast programmatisch. „Das Leben ist eine Reise“ –
dieser Gedanke durchzieht ihr künstlerisches Werk ebenso wie ihre persönliche
Haltung. Nun steht er auch für den abgeschlossenen Lebensweg einer
Künstlerin, deren Bilder von Bewegung, Wandlung, Hoffnung und innerem
Unterwegssein erzählen. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Reise
nachzuvollziehen und innezuhalten.
Gezeigt werden meinst mittelformatige Arbeiten, die durch ihre ausgesprochen
intensive Farbigkeit geprägt sind. Charakteristisch ist der häufige Einsatz eines
leuchtenden, sonnigen Gelbs, das vielen Bildern eine warme, lichtdurchflutete
Grundstimmung verleiht. Dieses Gelb wirkt nicht dekorativ, sondern emotional
tragend – als Symbol für Lebensenergie, Offenheit und Zuversicht. Es verbindet
die einzelnen Werke miteinander und schafft eine Atmosphäre, die trotz des
Gedenkcharakters von Helligkeit und innerer Wärme getragen wird.
Inhaltlich bewegt sich das Werk von Marianne Hofmann-Spatz zwischen
Naturmotiven und menschlichen Figuren, wobei sie sich konsequent von einer
naturalistischen Darstellung löst. Besonders häufig finden sich Blütenmotive,
vor allem Tulpen, die nicht als botanisch genaue Abbilder erscheinen, sondern in
einer halbabstrakten, oft rhythmischen Formensprache umgesetzt sind. Die
Tulpe wird dabei zum Zeichen – für Wachstum, Vergänglichkeit, Neubeginn und
stille Schönheit.
Daneben nehmen Personen und Personengruppen einen wichtigen Platz im
Œuvre der Künstlerin ein. Auch hier verzichtet sie bewusst auf realistische
Details. Stattdessen werden Körper, Haltungen und Beziehungen symbolisch
abstrahiert. Die Figuren stehen, gehen, begegnen einander oder bilden Gruppen,
ohne individuelle Gesichtszüge zu tragen. Dadurch werden sie zu Stellvertretern
menschlicher Erfahrungen: Nähe und Distanz, Gemeinschaft und Einsamkeit,
Bewegung und Verweilen.
Die Bilder von Marianne Hofmann-Spatz erzählen keine eindeutigen
Geschichten. Sie öffnen vielmehr Assoziationsräume, laden zur eigenen
Interpretation ein und lassen Emotionen zu. Farbe, Form und Komposition
stehen gleichberechtigt nebeneinander und entfalten ihre Wirkung im
Zusammenspiel. Gerade diese Offenheit macht den besonderen Reiz der
Arbeiten aus und ermöglicht es den Betrachterinnen und Betrachtern, einen
sehr persönlichen Zugang zu finden. Viele Motive erscheinen im Rückblick wie
stille Reflexionen über Zeit, Veränderung und das menschliche Unterwegssein.
Gleichzeitig bewahren sie sich eine positive Grundhaltung, die dem Leben
zugewandt bleibt.
Der Kulturverein Schwarzenbach an der Saale setzt mit dieser Ausstellung ein
bewusstes Zeichen: Kunst wirkt über das Leben hinaus. Das Werk von Marianne
Hofmann-Spatz bleibt sichtbar, erfahrbar und lebendig.
Die Ausstellung ist freitags von 16 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14 bis 16 Uhr
geöffnet. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich Zeit zu
nehmen, die Bilder auf sich wirken zu lassen und die künstlerische Reise von
Marianne Hofmann-Spatz nachzuempfinden.
„Das Leben ist eine Reise“ wird so zu mehr als einem Ausstellungstitel: Es wird
zu einer Einladung, das Leben, die Kunst und die Erinnerung bewusst zu betrachten.

Bernd Rössler




"Sprachkürze gibt Denkweite" - ein Zitat von Jean Paul ziert jetzt eine Wand in der Marienstraße.


Im Zuge der Neugestaltung in der Marienstraße, auf Höhe der Schreinerei Schaller, Marienstaße 18, wurde an einem Nebengebäude eine fensterlose Wand freigelegt und renoviert. Diese bildete die ideale Aktionsfläche für die renommierte Kalligrafie-Künstlerin Andrea Wunderlich aus Goldkronach. Möglich wurde das Werk durch ortsansässige Förderer: die Firma Sigmund Hoffmann, die Firma Sandler, die Stadt Schwarzenbach und die VR-BankBayreuth-Hof. Alle haben spontan und unkompliziert ihre Unterstützung zugesagt.

  

Doch warum ein kalligrafisches Werk?

Bildhaftes an Wänden ist in Schwarzenbach in den vergangenen Jahren schon einiges geschaffen worden. Deshalb entstand der Wunsch, einen neuen Weg zu beschreiten: Kein Bildmotiv, sondern eine Schriftgestaltung. Die Idee auf Jean Paul Bezug zu nehmen lag nahe, denn die Örtlichkeit bezieht sich auch auf ihn, unweit das Ehemalige Wohnhaus, die Jean-Paul-Straße ist auch gleich um die Ecke. „Sprachkürze gibt Denkweite“ regt nun alle Passanten zum Nachdenken an. Zur baulichen Verbesserung seitens der städtischen Initiative kommt jetzt noch eine gestalterische Aufwertung des Ortes hinzu. Andrea Wunderlich ist über die Region hinaus bekannt für ihre speziellen Sparte der Gestaltung mit Schrift: Kalligrafie, der Gestaltung mit handgeschriebener Schrift in individueller Form. Die Farbigkeit entnimmt sie dabei aus den umliegenden Gebäuden und dem Blau des Himmels.
Der Kulturverein tritt bei diesem Projekt als Möglichmacher auf, indem er die Initiative ergreift, eine Künstlerpersönlichkeit findet und Unterstützer für die Idee begeistert. Denn das ist auch klar: mit eigenen Mitteln kann der Kulturverein derartige Aktionen nicht stemmen. Im Dreiklang von Künstlerin, Organisation und Förderern wird es dann möglich.


Bernd Rössler

 

 

Ausstellung Planeten